Montag, 12. Mai 2014
Stress im Alltag und wie man mit ihm umgeht
Heute möchte ich Ihnen ein paar Hilfestellungen geben, wie sie erkennen wann Stress aufkommt und was man dann dagegen tun kann. Das soll kein intellektuelles Werk über Stress sein, das aufzeigt wie er sich in den tausend verschiedenen Gewändern zeigt, und wie er chronologisch in der Evolution entstanden ist oder sonst irgendein Hirngespinst. Es soll praktisch anwendbar sein, und Ihnen helfen den ruhigen Platz in sich zu finden, das Auge des Tornados sozusagen. Der Tornado ist zerstörerisch und laut doch in seinen Mittelpunkt herrscht die Stille.

Stellen Sie sich folgende Situation vor:
Sie sind gerade nach Hause von der Arbeit gekommen und Sie fühlen sich geschlaucht. Jetzt kommt Ihr Lebenspartner und überfällt Sie mit Einkaufslisten und Hausarbeiten. Das Gefühl im Körper wird immer drückender, da sich die Emotionen des Tages gestaut haben. Also fahren Sie zum Supermarkt und wieder zurück. Dann erfahren Sie, dass das Klo verstopft ist oder Ihr Hund seine Erleichterung auf dem Fußboden erledigt hat. Sie waren bereits am Ende Ihrer Kapazitäten, und jetzt reichts. Sie legen sich auf die Couch und Ihnen wird plötzlich bewusst, was Ihr Kopf macht. Er zerspringt fast und walzt wie ein Presslufthammer vor sich hin. Jetzt sage ich

STOP!

Sie liegen also auf der Couch. Was nun tun?
Kopfschmerztablette?
In diesem Falle verlassen Sie sich drauf, dass Sie sich morgens in den gleichen Schlammassel stürzen und seien Sie froh, wenn sie zur gleichen Zeit morgen nicht in einer schlimmeren Situation sind.

Das können Sie tun:
Machen Sie sich klar, was in diesem Moment, in DIESEM MOMENT ist.
Was könnte das sein?
Ihr Kopf plagt Sie und Sie sind beschäftigt mit ihren Problemen.
Machen Sie sie real-fühl- oder erfahrbar.
Wie?
Sie nehmen die jetzige Situation und schneiden das Abstrakte und nicht direkt Erfahrbare ab und erfahren sie die Eigentliche Situation!
Situation ist:
Sie liegen auf der Couch und Ihr Körper drückt, das ist real:
Das Gefühl, wie Sie die Couch berühren, das eigentliche Gefühl Ihres Körpers oder das innere Gefühl Ihres Kopfes.
Das Denken kann nicht direkt durch die Sinne wahrgenommen werden. Es besteht aus inneren Bildern im weiteren Sinne. Jedoch kann man nicht durchs Denken geerdet werden, es kann zwar gleichzeitig mit reinem Bewusstsein existieren, jedoch verliert man dieses, wenn 100% der Aufmerksamkeit im Denken verloren ist.
Das Denken ist zerstörerisch, wie Sie feststellen werden, wenn Sie es beobachten. Beobachten Sie es, und erkennen die Verrücktheit, die in ihm steckt, lösen Sie sich von ihm.
Diese Übung ist essenziell für ganzheitliche Befreiung, Sie können sie jedoch variieren, wenn Sie zum Beispiel in einer Stresssituation sind, wo Sie zentriert bleiben müssen, vielleicht auf der Arbeit.
Sie möchten nicht im Innen verschwinden und zum Beispiel eine ganze Meditation machen, da Sie in einer Minute ins Meeting müssen oder Ihr Chef Sie kontrollieren mag.

Dann können Sie Folgendes tun:
Sie fühlen vollkommen die Emotionen, die im Moment aufkommen. Lassen Sie sie zu und Sie werden merken, dass nach den ersten Wellen des Nicht-einmischens eine Stille entsteht.
Das ist Ihr natürliches Rückzugsfeld, in dem Sie verharren, damit Sie nicht vom Verstand in den Irrsinn getragen werden, und das erneut.
Sie fühlen sie also, und transzendieren sie so.

Transzendenz bedeutet:
Etwas wird in spirituelle Kraft, oder auch Stille oder Präsenz umgewandelt.
Das innere Objekt oder die Situation werden durch die ungebrochene BEOBACHTUNG also durch Ihre AUFMERKSAMKEIT in reines Bewusstsein umgewandelt, der harte Klumpen der Emotion fließt wieder und wird zu Energie.
Das ist sehr angenehm und gibt Ihnen ungeheure Kraft.
Das ist Gelassenheit und Frieden. Vielleicht spüren Sie auch eine unbeschreibbare, sanfte Freude, die tief aus dem Inneren zu kommen scheint.
Sie können sich vorstellen, welchen Effekt das auf Kollegen und Kunden hat. Sie werden angesteckt und kooperieren. Die Arbeit, die Sie tun, wird mühelos und birgt eine hohe Qualität in sich, die weiterhin, jeden der mit ihr in Kontakt kommt affektiert.

Denken Sie also daran, sich Ihrer bewusst zu sein, wo immer Sie auch sind.

Es gibt verschiedene unterstützende Aktivitäten und Anker, die Sie bewusst halten.

Der Schlüssel ist wie schon gesagt: Direktes Erfahren.

Sie können Fühlen, z.B. Emotionen, Körpergefühle, allgemeine Gefühle, und alles andere, was im Körper fühlbar ist.

Sie können einer Sinneswahrnehmung komplette Aufmerksamkeit geben, was Ihnen die Stille im Hintergrund bewusst macht, denn das direkte SEHEN oder HÖREN oder jegliche Aufmerksamkeit IST stiller Raum.
Experimentieren Sie mit dem Bewusstsein.

Haben Sie weitere Fragen zu diesem oder einem anderen Thema, ich würde mich freuen, sie Ihnen zu beantworten und auf meinem Blog zu veröffentlichen.
Danke

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